Textilruine „Aktivist“ geht es an den Kragen

Nach dem umstrittenen Abriss des Gardinen- und Dekowerkes (Gardeko) an der Werdauer Straße (2011/12) verschwindet 2017 ein weiteres Stück Zwickauer Textilindustriegeschichte aus dem Stadtbild. Für rund 1,2 Mio. Euro lässt die Stadt nach Jahren schwieriger Grundstücksverhandlungen, komplexer Voruntersuchungen und Planungen die Ruine der ehemaligen Strickwarenfabrik „Aktivist“ im Stadtteil Oberplanitz komplett abreißen. Kontaminierte Bodenbereiche werden beseitigt bzw. saniert. Der einsturzgefährdete Schandfleck inmitten eines Wohngebietes stellt eine Gefahrenquelle für Kinder dar und ist dem Vandalismus preisgegeben. 2016 fing der Dachstuhl Feuer. Das Abrissvorhaben wird zu 90 Prozent über das Programm Brachenrevitalisierung durch den Freistaat Sachsen gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 136.500 Euro.

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„A Cure for Wellness“: Hollywood setzt Zwickaus Johannisbad in Szene

Im Sommer 2015 klopfte Hollywood-Regisseur Gore Verbinski an die Pforten des Zwickauer Johannisbades. Das Jugendstil-Juwel öffnete dem amerikanischen Filmemacher die Türen – das Ergebnis der abgeschirmten Dreharbeiten ist demnächst im Kino zu sehen. Am 23. Februar startet der Psychothriller „A Cure for Wellness“ in den deutschen Lichtspielhäusern. Die prächtige Schwimmhalle des Bades bildet die Kulisse für ein fiktives Wellness-Resort in den Schweizer Alpen, in dem sich Rätselhaftes und Mysteriöses abspielt.

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Zebrastreifen ersetzen Zwickaus „Blaues Wunder“

Seit Mitte der 1980er Jahre erhebt sich eine Fußgängerbrücke über die Sternenstraße im DDR-Neubaugebiet Zwickau-Eckersbach. Das Bauwerk befindet sich Höhe des einstigen Stadtteilzentrums „Eckersbacher Markt“. Das durch den demografischen Wandel entvölkerte Areal wurde größtenteils abgerissen, entwidmet und umgestaltet. Seit 2015 steht dort das neue Fußballstadion. Die Zwickauer nennen die Brückenkonstruktion ironisch „Blaues Wunder“ – in Anspielung auf das berühmte Dresdner Bauwerk, dessen Stahlteile in der ehemaligen Königin-Marien-Hütte im heutigen Zwickauer Stadtteil Cainsdorf gefertigt worden sind. Die Tage des maroden, nicht behindertengerechten Blauen Wunders in Zwickau, welches auch als Zugang zur Straßenbahnhaltestelle „Eckersbach-Mitte“ dient, sind gezählt.

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Zwickaus Gewandhaus erhält bis 2019 ein neues Kleid

Nachdem im Dezember die archäologischen Untersuchungen begonnen haben, startet im Frühjahr 2017 die eigentliche Sanierung des Zwickauer Gewandhauses – Hauptspielstätte des Theaters Plauen-Zwickau in der Muldestadt. Das von 1522 bis 1525 am Hauptmarkt als Zunft- und Handelshaus der Tuchmacherinnung errichtete Denkmal befindet sich in beklagenswertem Zustand. Bis zum Frühjahr 2019 soll es komplett erneuert und modernisiert werden. Die Kosten sind mit 14,25 Mio. Euro veranschlagt, rund 8,64 Mio. Euro erhält die Stadt Zwickau aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Bis dahin nutzt das Theater den Malsaal, die eigentliche Bühnenbild-Werkstatt, als Hauptspielstätte. Nahezu in Vergessenheit geraten sind Pläne der Nationalsozialisten, das Gewandhaus durch einen monumentalen Theaterneubau im Schwanenteichgelände abzulösen.

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Demografischer Wandel: Zuwanderung stoppt Zwickaus Einwohnerschwund

Zwickaus Stadtverwaltung hat im Dezember die neuesten Statistiken im Faltblatt „Zahlen und Fakten 2016“ veröffentlicht. Besonders interessant ist ein Blick auf die Einwohnerzahl: Erstmals seit der Wende nahm sie ohne Eingemeindungen zu und erreichte am 31. Dezember 2015 einen Stand von 91.384 Hauptwohnsitzen – ein zartes Plus von 0,16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Ausländeranteil um 1,1 Punkte auf 4,1 Prozent (31.12.2014: 2.700, 31.12.2015: 3.780). Der seit Jahrzehnten währende Abwärtstrend wurde im Jahr 2015, dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, also zumindest vorübergehend gestoppt. Seine höchste Einwohnerzahl registrierte Zwickau 1950 mit rund 139.000. Seit 2003 ist es keine Großstadt mehr. Was sind Gründe und Folgen dieses immensen Schrumpfungsprozesses? Was kann die Stadt tun, um den Strukturwandel zu bewältigen und die Bevölkerungszahl zu stabilisieren?

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Ein Feuerwerk zum Serien-Finale

Auch für die Leser der Freien Presse habe ich mich zwischen Mulde und Miami auf Zwickauer Spuren begeben. 2016 veröffentlichte Sachsens größte Tageszeitung in ihrem Zwickauer Lokalteil jeden Freitag einen meiner Berichte über Zwickauer Straßen in Deutschland, fahrende und fliegende Botschafter der Stadt, Wirkungsstätten Zwickauer Persönlichkeiten oder ungewöhnliche Orte mit Zwickau-Bezug. Zu Buche stehen nun über 50.000 Kilometer im Flugzeug, 14.000 km Autofahrt, 5.000 km im Zug, 500 km per Rad und eine Fährfahrt auf der Ostsee. Passend zu Silvester endet die 52-teilige Serie mit einem Feuerwerk bislang unveröffentlichter Zwickauer Spurensuchen zwischen Varadero und Vogtland.

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