„Arsch der Welt“ trifft auf „Tor zur Welt“: So viel Zwickau steckt in Hamburg

Erstmals seit der Saison 1998/99 hat sich der FSV Zwickau für den DFB-Pokal qualifiziert. In der ersten Runde (19. bis 22. August) empfängt der Drittliga-Aufsteiger gleich einen Erstligisten – das Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV. ZWICKAUTOPIA hat diesen Fußball-Knüller zum Anlass angenommen, mit dem Eurocity „Robert Schumann“ nach Hamburg zu fahren und sich in der zweitgrößten Stadt Deutschlands zwischen Altona und Alster auf Zwickauer Spuren zu begeben.

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Als Shopping noch „zum Schocken“ hieß

1907 gründeten Salman (1877-1959) und Simon Schocken (1874-1929) im Gebäude Hauptmarkt 26 („Goldener Anker“) die Firma „I. Schocken Söhne Zwickau“ (I.S.S.). Das I im Namen war eine Geste, mit der die Brüder ihren Vater Immanuel ehrten. Das jüdische Unternehmen galt vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit rund 6.000 Mitarbeitern als größte Warenhauskette Sachsens und eine der fünf größten in Deutschland. Schocken setzte im Handel neue Maßstäbe und schuf das, was man heute „Corporate Identity“ nennt: Die Marke – erkennbar am kantigen S – stand für Kundenservice, Qualitätskontrolle, erschwingliche und stabile Preise, gut ausgebildete Verkäufer, professionelle Werbung und strenge Zentralisierung.

Die Zwickauer Zentrale organisierte Einkauf, Verkauf, Reklame und Personalleitung. Ein eigenes Baubüro plante Neubauten. „Zum Schocken“ ging man in sächsischen Städten, Nürnberg, Stuttgart, Augsburg, Regensburg, Pforzheim, Bremerhaven, Cottbus, Zerbst und Waldenburg in Schlesien. Die Nazis boykottierten die Filialen und diffamierten sie als „Ramschbuden“. Die Schocken AG wurde arisiert und in Merkur AG umbenannt. 1953 verkaufte Salman Schocken den zurückerlangten Besitz an „Merkur, Horten & Co.“ mit Sitz in Nürnberg. In Sachsen wurden die Merkur-Filialen enteignet und dem Verband Sächsischer Konsumgenossenschaften angeschlossen. 2014 entschied das Berliner Verwaltungsgericht, dass die Bundesrepublik Deutschland die Erben mit etwa 50 Millionen Euro inklusive Zinsen entschädigen muss. Schon in den 1990er Jahren waren etwa 30 Millionen DM an Entschädigung bei der Privatisierung des Kaufhauses in Chemnitz gezahlt worden.

In der Bevölkerung von Nürnberg, Stuttgart, Chemnitz und Zwickau lebt der Name Schocken bis heute fort. ZWICKAUTOPIA hat sich vor Ort umgeschaut, was aus den Kaufhäusern geworden ist.

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Eine Festung für den FSV: Zwickaus langer Weg zum neuen Stadion in Eckersbach

Am 22. August beginnt im Zwickauer Fußball eine neue Ära. Dann tritt der FSV Zwickau zum ersten Heimspiel im neuen „Stadion Zwickau“ an der Stadionallee 1 an. Attraktiver Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals ist das Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV. Das Schmuckkästchen im Stadtteil Eckersbach fasst 10.000 Zuschauer. Alle 6.500 Sitz- und 3.500 Stehplätze sind überdacht. Dank offener Ecken lässt sich die reine Fußballarena, für die noch ein Namenssponsor gesucht wird, auf zweitligataugliche 15.000 Plätze erweitern. Ohne das neue Stadion hätte Zwickau, frischgebackener Aufsteiger in die dritte Bundesliga, in seiner ersten Profi-Saison seit 1998 in eine andere Stadt ausweichen müssen.

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Wo Robert Schumann einst seinen Urlaub verbrachte

Das tschechische Karlsbad (Karlovy Vary) gehört zu den weltweit traditionsreichsten und bekanntesten Kurorten. Schon Zwickaus berühmtester Sohn Robert Schumann hielt sich hier auf. 1818 besuchte er seine kurende Mutter. 1842 verbrachten der Komponist und seine Frau Clara als Sommerfrischler einige Tage in der heute 50.000 Einwohner zählenden Stadt. Seit 2015 verknüpft ein neuer grenzüberschreitender Radweg Sachsen und Böhmen. Die Karlsroute (tschechisch: Karlova stezka) verbindet über den Erzgebirgskamm hinweg die Städte Aue und Karlsbad auf 60 Kilometern Länge. Inklusive Nebenrouten ist das Karlsrouten-Netz 160 Kilometer lang. Eine Radtour auf der Karlsroute lässt sich hervorragend mit der Bahnverbindung Zwickau – Aue – Schwarzenberg – Johanngeorgenstadt – Karlsbad verbinden. ZWICKAUTOPIA ist in die Pedale getreten und hat die neue Strecke erkundet. Zahlreiche Eindrücke enthält die Bildergalerie.

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Auf großer Fahrt von Rostock bis Rio: Die DDR-Schiffsflotte namens „Zwickau“

Im tschechischen Mělník, 30 Kilometer nördlich von Prag, liegt in einem Seitenarm der Elbe das Wrack des Binnenfrachters „MS Zwickau“. Bug und Heck des untergegangenen Schiffes ragen aus dem Fluss heraus. Deutlich zu erkennen ist der Schriftzug „Berenica“, wie die Titanic von Mělník zuletzt hieß. Fast vier Jahrzehnte lang war der 67 Meter lange und acht Meter breite Frachter als Botschafter der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt unterwegs. Dieses und weitere Schiffe namens „Zwickau“ haben zu DDR-Zeiten Kurs auf Binnen- oder Überseeziele genommen.

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Nur noch kurz die Welt retten und 148 Mails checken – nun auch mit City-WLAN!

Selfies mit Robert Schumann verschicken, Bilder vom zauberhaften Zwickau bei Facebook hochladen, WhatsApp-Nachrichten bei einer Tasse Milchkaffee schreiben oder wie Tim Bendzko nur noch kurz die Welt retten und 148 Mails checken: Dank kostenlosem WLAN ist das nun jederzeit auch auf dem Zwickauer Hauptmarkt möglich. Die Stadt hat dafür drei Signalsender installiert: am Robert-Schumann-Haus (CITYSPOT_Hauptmarkt-West), am Rathaus (CITYSPOT_Hauptmarkt) und am Gebäude Katharinenstraße 11 (CITYSPOT_Hauptmarkt-Ost).

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Der Weg war das Ziel: Die Zwickauer Wege von Havel bis Neckar im Porträt

Regelmäßige Leser von ZWICKAUTOPIA wissen: Landauf, landab hat die Stadt Zwickau in Asphalt gegossene Botschafter. Zwickauer Straßen findet man in Metropolen und Kleinstädten, einen Zwickauer Damm mit U-Bahn-Station in Berlin und in Dresden sogar einen kleinen Zwickauer Platz. Darüber hinaus gibt es insbesondere in Baden-Württemberg sowie in Brandenburg und Thüringen Zwickauer Wege. ZWICKAUTOPIA hat auch einige von ihnen aufgesucht.

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