Ein Denkmal für den Rekord-Rennfahrer der Auto-Union

An der Autobahn A5 (Parkplatz „Bornbruch“, Fahrtrichtung Darmstadt) erinnert ein Gedenkstein an Bernd Rosemeyer (1909-1938). Er war einer der besten Rennfahrer in der Geschichte des deutschen Motorsports. Der Emsländer startete für das sächsische Unternehmen Auto-Union, Vorläufer des heutigen Weltkonzerns Audi, mit Sitz in Chemnitz. Die Rennabteilung der Auto-Union ist von Zwickau aus gesteuert worden. Anfang 2018 jährt sich der tragische Unfalltod der Silberpfeil-Legende Rosemeyer zum 80. Mal.

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Bernd Rosemeyer (Bildrechte: Audi AG)

Der damals erst 28-Jährige verunglückte am 28. Januar 1938 bei einem Weltrekordversuch, als er sich auf der Autobahn Frankfurt – Darmstadt mit dem Auto-Union Typ C Stromlinien-Rennwagen bei etwa 440 Stundenkilometern mehrmals überschlug. Der ungeheuer populäre Fahrer und Ehemann der berühmten Fliegerin Elly Beinhorn wurde dabei tödlich verletzt. Die Nachricht von Rosemeyers Tod löste in der Öffentlichkeit einen Schock aus.

Bernd Rosemeyer galt als das motorsportliche Idol seiner Zeit – durch seine außergewöhnlich mutige Fahrweise begeisterte er Millionen Fans auf der ganzen Welt. Als 25-Jähriger war der ehemalige Motorradfahrer 1935 zur Rennabteilung der Auto-Union gestoßen und gab sein Debüt am 26. Mai beim Avus-Rennen in Berlin. Schon im ersten Jahr gewann Rosemeyer nach mehreren Podestplätzen den Großen Preis der Tschechoslowakei in Brünn. 1936 sollte dann das Jahr des Bernd Rosemeyer in der legendären Silberpfeil-Ära werden. Auf dem Auto-Union Typ C 16-Zylinder Rennwagen gewann er alle nur möglichen Titel: Europameister, Deutscher Straßenmeister und Deutscher Bergmeister. Sein Sieg beim Vanderbilt Cup in New York im Juli 1937 und beim ersten englischen Grand Prix in Donington im Oktober des gleichen Jahres machten ihn schließlich weltweit bekannt.

Im Oktober 1937 erzielte Bernd Rosemeyer bei Rekordfahrten auf der langen, geraden Strecke der Autobahn Frankfurt – Darmstadt mehrere Weltrekorde. Er überschritt damals als erster Mensch die 400 Stundenkilometer-Grenze auf einer öffentlichen Straße. Für die Rekordfahr­ten im Januar 1938 brachte die Auto-Union einen überarbeiteten Stromlinien-Re­kordwagen mit 16-Zylinder-Motor (6,5 Liter, 545 PS) an den Start. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit lag bei 456 km/h. Während des Rekordversuches auf der heutigen A5 wurde Rosemeyers Auto von einer Windböe erfasst. Der Wagen geriet von der Fahrbahn und überschlug sich mehrfach. Die Auto-Union AG beteiligte sich danach nie wieder an Rekordfahrten.

(Quelle: Audi AG)

Freizeit-Tipp:
Horch, Audi, Trabant, Volkswagen: Das August-Horch-Museum informiert über die ganze Bandbreite der 113-jährigen Zwickauer Automobilgeschichte.

 

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