Freistaat Sachsen investiert in den Wissenschaftsstandort Zwickau

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) erhält im Stadtzentrum zwei neue Gebäude: ein Technikum am Dr.-Friedrichs-Ring/Ecke Äußere Schneeberger Straße und ein Hochtechnologiezentrum an der Peter-Breuer-Straße. Beide Bauprojekte gehören zum Gesamtvorhaben „Innenstadtcampus“, der die City beleben und die Wahrnehmung der WHZ sowohl im Stadtbild als auch bei der überregionalen Studentenakquise verbessern soll. Gegenwärtig sind an den acht Fakultäten mit etwa 50 Studiengängen rund 4.200 Studierende aus knapp 50 Ländern immatrikuliert.

Für das Projekt „Technikum“ haben die bauvorbereitenden Arbeiten im Frühjahr 2017 begonnen. Damals wurde das Gebäude Äußere Schneeberger Straße 5, vielen Zwickauern noch als „Hygiene-Institut“ bekannt, abgerissen. Der 2016 vorgestellte Siegerentwurf des Büros Neumann Architekten aus Plauen sieht für die freigewordene Fläche einen 26 Meter hohen, stadtbildprägenden Neubau mit einer 36 mal 36 Meter großen Grundfläche vor. Die Fassade ist als Textilgeflecht gestaltet. Ende 2018 haben auf einem ehemaligen Druckereigelände Abriss- und Entkernungsarbeiten für das künftige Hochtechnologiezentrum begonnen.

Der Staatsbetrieb Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB) beschreibt die Bauvorhaben auf seiner Internetseite wie folgt:

„Das Technikum an der Äußeren Schneeberger Straße soll das vorhandene Gebäudeensemble der Fakultät Automobil- und Maschinenbau städtebaulich fassen und den ‚Campus Innenstadt‘ in südliche Richtung komplettieren. Auf cirka 7.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche erhält die WHZ variabel nutzbare Praktikums-, Labor- und Forschungsflächen. Speziell für die neuen Anforderungen und Möglichkeiten des wachsenden Einsatzes textiler Technologien ist der Neubau von überregionaler Bedeutung in der Hochschullandschaft Sachsens. Entsprechend der Zweckbestimmung des Gebäudes prägt das Motiv der „Textilen Struktur“ – in Anlehnung an die Tradition gründerzeitlicher Industriearchitektur im westsächsischen Raum – die Fassade des kompakten Fünfgeschossers.“

„Der ‚Campus Innenstadt‘ an der Westsächsischen Hochschule Zwickau soll um eine Plattform für Lehre und Forschung erweitert werden. Auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei ‚Förster und Borris‘ in der Peter- Breuer-Straße 5-11 wird ein hochtechnisierter Gebäudekomplex entstehen. Die geplante Baumaßnahme wird die vorhandene denkmalgeschützte Substanz mehrerer Gebäude um einen modernen Baukörper erweitern und zu einem Komplex zusammenführen. Auf einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen Labor- und Forschungsflächen für die Bereiche Mikro- und Nanostrukturierung, Optische Technologie, Medizintechnik und der Physik. Kernstück ist dabei eine ca. 900 Quadratmeter große, schwingungsgedämpfte Hochtechnologieplattform mit Reinraumanforderungen, die durch eine maximale Flexibilität den ständig wechselnden Anforderungen an die Forschungsaufbauten gerecht wird. Die Erdgeschossfassaden ermöglichen durch ihre transparente Ausbildung einen Einblick in die Forschungs- und Lehrbereiche und übernehmen somit die gewünschte Funktion als ‚Schaufenster der Wissenschaften‘. Die Baumaßnahme ist EFRE-gefördert.“

Der SIB veranschlagt die Bauzeit auf seiner Homepage jeweils bis zum Jahr 2020. Mittelfristig soll ein weiteres Bauprojekt die „Straße der Wissenschaften“ komplettieren: Der Jacob-Leupold-Bau am Kornmarkt ist zum Abriss vorgesehen und soll einem neuen Hörsaal- und Mensakomplex Platz machen.

Werbeanzeigen