Fotoserie #365zwickautipps zum 900. Stadtjubiläum – Nr. 026-050

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Landesausstellung 2020: Zwickau wird Sachsens Hauptstadt der Industriekultur

Während Zwickau 2018 sein 900. Stadtjubiläum feiert, werden im Hintergrund schon die Vorbereitungen für das nächste Großereignis getroffen: die 4. Sächsische Landesausstellung, deren zentraler Schauplatz die Stadt Zwickau sein wird. Vom 25. April bis 1. November 2020 findet die Leitausstellung im sogenannten Audi-Bau an der Audistraße statt. Sie ist das zentrale Ereignis im „Jahr der Industriekultur“ und wird von sechs Satellitenausstellungen begleitet: dem „Schauplatz Automobil“ im August-Horch-Museum Zwickau, dem „Schauplatz Maschine“ im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz, dem „Schauplatz Eisenbahn“ im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf, dem „Schauplatz Textil“ in der Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau, dem „Schauplatz Erz“ in der Himmelfahrt Fundgrube Freiberg und dem „Schauplatz Kohle“ im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge. Im Januar ist das vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst berufene 45-köpfige Kuratorium zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten.

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Fotoserie #365zwickautipps zum 900. Stadtjubiläum – Nr. 001-025

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Völker der Welt: Schaut auf diese Stadt!

Der Volkswagen-Konzern hat angekündigt, sein Fahrzeugwerk in Zwickau zum größten europäischen Kompetenzzentrum für E-Fahrzeuge umzurüsten. In rund zwei Jahren sollen dort die ersten Modelle der sogenannten ID-Familie vom Band rollen. Bei einem Werksbesuch würdigte Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, Foto) die Entscheidung von VW als „großartige Chance“ und sagte weiter: „Die Weltöffentlichkeit wird sich stärker für Sachsen und Zwickau interessieren. Die E-Mobilität ist für Sachsen ein Gewinn und treibt die gesamte Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungslandschaft an. Daraus entstehen völlig neue Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und nicht zuletzt auch neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze.“

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Neues HBK-Ärztehaus – das nächste Puzzleteil beim Neumarkt-Umbau

Der Neumarkt ist das Herz der Zwickauer Nordvorstadt. Auf diesem Platz im sehenswerten Gründerzeit- und Jugendstilviertel wird seit den 1930er Jahren gehandelt, getratscht und herzhaft gegessen. Er wurde damals als hochwertiger öffentlicher Raum in der städtebaulich wichtigen Platzfolge Hauptmarkt – Schumannplatz – Neumarkt – Römerplatz angelegt, um den Frischemarkt aus der Innenstadt zu verlagern. Hier gibt es außer Blumen, Eiern oder Backwaren auch eine lokale Spezialität: die Zwickauer „Brühlette“, ein fingerdicker Fleischkäse im Brötchen. Seit geraumer Zeit vollzieht sich rund um den Neumarkt Stück für Stück ein städtebaulicher Wandel: es wird abgerissen, neu gebaut und saniert.

  • 2013 haben die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) die Haltestelle Neumarkt (im Bereich der Bosestraße) modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Drei Viertel der Kosten in Höhe von einer Million Euro übernahm der Freistaat Sachsen.
  • 2014 hat die Stadt Zwickau den Markt für knapp eine Million Euro aufgehübscht. Der Platz erhielt neue Verkaufsstände, neue Abwasser- und Trinkwasserleitungen, neue Bodenbeläge, ein Blindenleitsystem, barrierefreie Zugänge, eine neue Trafostation, eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge und neue Lichtmasten. An den Platzrändern wurden neue Bäume gepflanzt.
  • Die Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft (ZWG) hat 2015/16 die bis dato offene Westseite des Neumarktes mit einem Wohn- und Geschäftskomplex vollendet. Gleichzeitig hat die ZWG das Wohn- und Geschäftshaus Bosestraße 33 mit dem denkmalgeschützten Flachbau grundhaft saniert. In den Flachbau ist u. a. das zuvor am Georgenplatz beheimatete SVZ-Kundenbüro eingezogen.

Das nächste große Puzzleteil beim Neumarkt-Umbau: Im Dezember 2017 wurde auf der Südseite des Platzes der Grundstein für ein neues Ärztehaus des Heinrich-Braun-Klinikums (HBK) gelegt.

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Trabi total von Kopenhagen bis Kalifornien

Vor 60 Jahren, am 7. November 1957, lief im Zwickauer Sachsenring-Werk der erste „Trabant“ vom Montageband. Dieser Name, welcher Begleiter oder Weggefährte bedeutet, war aus Vorschlägen der Beschäftigten hervorgegangen. Weil es an Blech fehlte, verwendeten die Ingenieure einen Kunststoff aus Phenolharz und Baumwolle: „Duroplast“, eine geniale Improvisation angesichts der Materialknappheit. Mit Zweitaktmotor und „Reng-Deng-Deng“-Sound wurde das Auto (26 PS, 110 km/h), von dem bis zum 30. April 1991 fast 3,1 Millionen Exemplare gefertigt worden sind, zum Soundtrack des Alltags in der DDR. Sogar das Sandmännchen rollte im Trabi zum „Abendgruß“.

Zwickau ehrt den DDR-Volkswagen mit einer „Trabantstraße“ und einem Denkmal am August-Horch-Museum. Es stellt eine dreiköpfige Familie mit ihrem „Trabi“ dar und würdigt die Automobilwerker, welche „dank ihres Erfindergeistes und ihrer Improvisationsfähigkeit allen widrigen Umständen zum Trotz mehr als 30 Jahre diesen zuverlässigen und langlebigen Kleinwagen bauten.“ Weiterentwicklungen des anfangs zeitgemäßen Pkw, der 1970 einen Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo einfuhr, lehnten die SED-Parteifunktionäre ab. Moderne Modelle hätten die Nachfrage – Wartezeiten von zehn und mehr Jahren waren die Regel – weiter verschärft. Es hält sich das Gerücht, Pläne für Trabant-Prototypen seien in Wolfsburg gelandet und der erste VW Golf sei quasi in Wahrheit in Zwickau erfunden worden. Ein Trabi-Viertakter mit Polo-Motor ging erst 1990 und damit viel zu spät in Serie.

Im Zwickauer Nordwesten lebt der Werksname, welcher sich von der Rennstrecke Sachsenring im Landkreis Zwickau ableitet, weiter: im Firmennamen „Sachsenring Karosseriemodule“ sowie in Bezeichnungen wie „Klubhaus Sachsenring“, Bushaltestelle „Sachsenring“, „Kindertagesstätte Sachsenring“, „Sachsenring-Apotheke“ und „Tennisclub Sachsenring“. Auch eine „Chorvereinigung Sachsenring“ gibt es in Zwickau.

Der Zwickauer „Verein Internationales Trabant Register“ pflegt das „Kulturgut Trabant“. Er ist Inhaber der Marken „Trabant“, „601 de luxe“ und Sachsenring-„S“ und gehört zu den Organisatoren des Internationalen Trabantfahrer-Treffens (ITT). Die Szene trifft sich auch beim „Trabant- und Ostfahrzeugtreffen“ des Trabant-Clubs Zwickau. Der Dokumentarfilm „Wolle auf Asphalt“ feierte 2017 in Zwickau – wo sonst – Premiere.

Auch andernorts huldigt man dem Kleinwagen mit einer Mischung aus Kult, Kitsch und Kommerz. ZWICKAUTOPIA hat sich in Berlin, Dresden, Kopenhagen, Los Angeles und Prag auf die Spuren des rollenden Zwickauer Botschafters begeben.

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Zwickaus DDR-Verkehrsbauten erleben ihr „blaues Wunder“

Die Stadt Zwickau hat sich 2017 von einem erhaltenswerten Stück DDR-Architektur getrennt. Die Fußgängerbrücke „Blaues Wunder“ wurde abgerissen und durch Zebrastreifen ersetzt. Obwohl das blau lackierte Bauwerk einen geringen architektonischen Wert aufwies, war es ein städtebaulicher Ausdruck seiner Zeit und für den Stadtteil Eckersbach ortsbildprägend. Ein weiterer Wermutstropfen für viele Eckersbacher und Straßenbahnfreunde: Mit dem Blauen Wunder ist zugleich ein beliebter Aussichts- und Fotostandpunkt verschwunden. Auch die Tage der Zentralhaltestelle, zur Eröffnung 1988 ein Schmuckstück der DDR-Moderne, sind gezählt.

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