Über Blog und Autor

Willkommen auf ZWICKAUTOPIA, dem unabhängigen Online-Magazin für Freunde und Entdecker Zwickaus. Es richtet sich an all diejenigen, die sich der Stadt verbunden fühlen oder sie näher kennen lernen möchten. ZWICKAUTOPIA bietet abwechslungsreiche, journalistisch fundierte Lektüre, versteht sich als Lockruf für Auswärtige und will bei den Einheimischen etwas mehr Lokalstolz wecken, ohne dabei die Stadt zu verklären. ZWICKAUTOPIA berichtet nicht tages- oder wochenaktuell, sondern ist mein ganz persönlicher Blick auf die Stadt, in der ich 1978 geboren wurde. Mein Lebensmittelpunkt befindet sich seit dem Kindesalter in der Sächsischen Schweiz und Dresden, aber ich halte mich seit jeher regelmäßig in Zwickau auf. Hier sowie in anderen Städten und Ländern begebe ich mich für ZWICKAUTOPIA auf Spuren- und Themensuche.

Warum ich eine Lanze für meine Geburtsstadt breche? Für mich ganz klar: Mit Zwickau muss man rechnen, denn Sachsen ist mehr als die einfache Summe aus seinen drei Großstädten – Zwickau ist gewissermaßen das Z in Chemnit[z], Leip[z]ig und Dresden alias Elbfloren[z]. Mit dem Autokennzeichen Z liegt die viertgrößte Stadt des „Landes von Welt“ (ehemalige Eigenwerbung des Freistaates Sachsen) im Alphabet zwar hinten, doch im Alltag mischt sie vorne mit. Unter Sachsens „Großen Kreisstädten“ ist Zwickau zweifelsfrei die großartigste!

Das im Dreieck der Autobahnen A4, A9 und A72 gelegene Zwickau gehört zu den wirtschaftlichen Leuchttürmen in der „Metropolregion Mitteldeutschland“ – ein Ballungsraum von europäischer Bedeutung. August Horch gründete in Zwickau 1904 die Horch-Werke, 1909 den heutigen Weltkonzern Audi und legte damit den Grundstein für Zwickaus Ruf als Hauptstadt des sächsischen Automobilbaus. Volkswagen sorgt heute für Golf-Ströme und Passat-Winde in aller Welt. Das Knattern des einst in den Sachsenring-Werken produzierten Kleinwagens Trabant wurde zum Soundtrack des Lebens in der DDR.

Zwickauer Köpfe beeinflussten maßgeblich die deutsche und europäische Kultur: Einer der wenigen Weltstars des deutschen Films, Gert (Goldfinger) Fröbe, der Romantiker unter den Komponisten, Robert Schumann, und der expressionistische Maler Max Pechstein wurden in der westsächsischen Stadt geboren. Die Zwickauer Kunstsammlungen zeigen die weltweit umfangreichste Dauerausstellung mit Werken Max Pechsteins, das Robert-Schumann-Haus präsentiert die weltweit größte Sammlung an Originalhandschriften von Clara und Robert Schumann. Zwickaus wohl bekanntester Sportler ist Jürgen Croy: Der Nationaltorwart und Olympiasieger gilt als bester Fußballer in 40 Jahren DDR.

Die Priesterhäuser – eines der ältesten erhaltenen Wohnhaus-Ensembles in Deutschland – und die Ratsschulbibliothek – die älteste sowohl öffentliche als auch wissenschaftliche Bibliothek Sachsens – zählen ebenso zu Zwickaus Schätzen wie Juwelen des Jugendstils (Neue Welt, Johannisbad) und ein zauberhaftes historisches Zentrum, wo Zwickau einen der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte ausrichtet. Auch die Umgebung macht es zu einer attraktiven Stadt zum Leben und Arbeiten. Das Erzgebirge und Vogtland, zwei der schönsten Landschaften Sachsens, bieten Wander- und Wintersportfreunden hervorragende Bedingungen. In der „Tourismusregion Zwickau“ kann man sich zwischen Muldental und dem Fuße des Erzgebirges auf Spurensuche sächsischer Geschichte begeben. Zur Realität gehört auch der demografische Wandel, der die ehemalige Großstadt vor erhebliche Herausforderungen bei Städtebau und Infrastruktur stellt.

Der exportstarke Wirtschaftsraum Chemnitz-Zwickau zeichnet sich trotz seiner Vorzüge durch Zurückhaltung aus und steht im Schatten des selbstbewussten Duopols „Elbflorenz“ (Dresden) und „Klein-Paris“ (Leipzig). Die Eigenwahrnehmung der Region sei „mangelhaft“, konstatierte Zwickaus IHK-Chef 2013 in der Lokalzeitung „Freie Presse“ und führte fort: „Wir müssen immer noch erklären: Zwickau das ist so 100 Kilometer südwestlich von Dresden.“ Journalisten und Buchautoren stellen das nur scheinbar unscheinbare Zwickau mitunter als durchschnittliche Provinzstadt dar und sehen im Zwickauer den Inbegriff des „Ossis“. Exemplarisch: Mit „Report Zwickau“ überschrieb die Süddeutsche Zeitung 2010 einen Artikel zur Mediennutzung der Ostdeutschen.

Nicht zuletzt wegen ihres Dialekts sind die Zwickauer eine ganz besondere Spezies in Sachsen. Ihr breites Sächsisch – wegen des melodiösen Singsangs unverkennbar und irgendwie sympathisch! Wer bei manchen Durchsagen im Hauptbahnhof schon mal genau hingehört hat, wird das bestätigen. Das A und O verschmelzen, das Ü wird zum IE, Konsonanten werden zu Gonsonanten weich geklopft. Ein neumodischer „Coffee to go“ ist im bodenständigen Zwickau ein profaner „Gaffee zum Mitnemm“.

Um die Farben und Facetten der Stadt geht es in diesem privaten Blog, das sich in zwei Rubriken gliedert:

– Auf Zwickauer Spuren: Zwickauer Straßen in Deutschland, fahrende und fliegende Botschafter der Stadt, Wirkungsstätten Zwickauer Persönlichkeiten, ungewöhnliche Orte mit Zwickau-Bezug
– Zwickauleidoskop: Aktuelles, Hintergründe, Stadtgespräch, bunte Meldungen, Interviews

Zwickau – das ist ein entdeckenswertes, vielfältiges, lebens- und liebenswertes Stück Deutschland sowie ein unverzichtbares Zahnrad im Getriebe des sächsischen Alltages. Diesen 103 Quadratkilometern der Bundesrepublik widmet sich ZWICKAUTOPIA.

Steckbrief Christian Adler

  • geboren am 30. April 1978 im Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum
  • 1979: Umzug nach Dürrröhrsdorf-Dittersbach (Sächsische Schweiz)
  • 1996: Abitur am Friedrich-Schiller-Gymnasium Pirna
  • 1997-2004: Studium an der Universität Leipzig, Abschluss: Diplom-Journalist
  • 2001/02: studienintegriertes Volontariat bei der Abendzeitung München
  • weitere studienbegleitende journalistische Tätigkeit u.a. für: Freie Presse Zwickau, Die Zeit, Dresdner Morgenpost, Leipziger Volkszeitung, ZDF, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Dresden, Umweltbericht der DaimlerChrysler AG, Pressestelle Sachsen der Deutschen Bahn AG
  • 2003: Hospitanz im Coventry City Council, Abteilung Städtepartnerschaften
  • 2004/05: PR-Volontariat in der Konzernkommunikation der Deutschen Bahn AG in Berlin und Frankfurt am Main (u.a. Aufbau des Kundenbeirates)
  • seit 2005: Pressereferent und stellvertretender Pressesprecher bei der Mitteldeutschen Flughafen AG am Standort Dresden
  • 2011: Buchveröffentlichung „Zwickauer Seiten – Eine Liebeserklärung an Sachsens schöne Schwanenstadt“ (Hohenheim-Verlag Stuttgart/Leipzig)
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