Das U in Zwickau steht für „Ubineum“

In Brüssel gibt es ein Atomium, am Polarkreis ein Arktikum – und in Zwickau seit Neuestem ein Ubineum. So heißt fortan das ehemalige Erlenbad, welches innerhalb eines Jahres zu einem Kompetenzzentrum für Lösungen zum intelligenten Wohnen und Leben umgebaut worden ist. Das Besondere am Ubineum ist die Zusammenarbeit von Wohnungs- und Gesundheitswirtschaft, regionalem Energieversorger, Fachfirmen sowie Forschung und Entwicklung unter einem Dach. „Die Partner leben den Gedanken des Netzwerkes und stimmen sich im Interesse des Kunden untereinander ab“, teilt der Betreiber, die Gesellschaft für Intelligente Infrastruktur Zwickau (GIIZ), mit. Der ungewöhnliche Name „Ubineum“ wurde vom Begriff „ubiquitär“ (allgegenwärtig, überall verbreitet) abgeleitet.

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Neue Pläne für Neuplanitz

Wegzug, Leerstand und Abriss prägten seit der Wiedervereinigung die Entwicklung von Neuplanitz, Zwickaus zweitgrößtem DDR-Neubaugebiet. Stadt und Wohnungsbaugesellschaften wirken diesen Tendenzen entgegen und investieren in die Aufwertung des von 1973 bis Anfang der 1980er Jahre für rund 20.000 Menschen errichteten Plattenbauviertels. Wohngebäude wurden energetisch und altersgerecht saniert. Das Wohnumfeld wurde durch die aufgelockerte Bebauung und mehr Grünflächen aufgewertet. Der Bau einer Umgehungsstraße und Straßenbahntrasse (jeweils 2005 eröffnet) sorgten für eine Verkehrsberuhigung. Die Gebäude- und Grundstücksgesellschaft GGZ, die in Neuplanitz ca. 1.800 Wohnungen besitzt, startete 2014 eine Werbekampagne für das Wohngebiet, das in Sachen Kindergärten, Schulen, Ärzteversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Nahverkehr gut erschlossen ist. Im Februar 2017 hat die Stadt Zwickau zwei neue Pläne für Neuplanitz angeschoben.

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Zwickaus Gewandhaus erhält bis 2019 ein neues Kleid

Nachdem im Dezember die archäologischen Untersuchungen begonnen haben, startet im Frühjahr 2017 die eigentliche Sanierung des Zwickauer Gewandhauses – Hauptspielstätte des Theaters Plauen-Zwickau in der Muldestadt. Das von 1522 bis 1525 am Hauptmarkt als Zunft- und Handelshaus der Tuchmacherinnung errichtete Denkmal befindet sich in beklagenswertem Zustand. Bis zum Frühjahr 2019 soll es komplett erneuert und modernisiert werden. Die Kosten sind mit 14,25 Mio. Euro veranschlagt, rund 8,64 Mio. Euro erhält die Stadt Zwickau aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Bis dahin nutzt das Theater den Malsaal, die eigentliche Bühnenbild-Werkstatt, als Hauptspielstätte. Nahezu in Vergessenheit geraten sind Pläne der Nationalsozialisten, das Gewandhaus durch einen monumentalen Theaterneubau im Schwanenteichgelände abzulösen.

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Demografischer Wandel: Zuwanderung stoppt Zwickaus Einwohnerschwund

Zwickaus Stadtverwaltung hat im Dezember die neuesten Statistiken im Faltblatt „Zahlen und Fakten 2016“ veröffentlicht. Besonders interessant ist ein Blick auf die Einwohnerzahl: Erstmals seit der Wende nahm sie ohne Eingemeindungen zu und erreichte am 31. Dezember 2015 einen Stand von 91.384 Hauptwohnsitzen – ein zartes Plus von 0,16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Ausländeranteil um 1,1 Punkte auf 4,1 Prozent (31.12.2014: 2.700, 31.12.2015: 3.780). Der seit Jahrzehnten währende Abwärtstrend wurde im Jahr 2015, dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, also zumindest vorübergehend gestoppt. Seine höchste Einwohnerzahl registrierte Zwickau 1950 mit rund 139.000. Seit 2003 ist es keine Großstadt mehr. Was sind Gründe und Folgen dieses immensen Schrumpfungsprozesses? Was kann die Stadt tun, um den Strukturwandel zu bewältigen und die Bevölkerungszahl zu stabilisieren?

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Eine Festung für den FSV: Zwickaus langer Weg zum neuen Stadion in Eckersbach

Am 22. August beginnt im Zwickauer Fußball eine neue Ära. Dann tritt der FSV Zwickau zum ersten Heimspiel im neuen „Stadion Zwickau“ an der Stadionallee 1 an. Attraktiver Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals ist das Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV. Das Schmuckkästchen im Stadtteil Eckersbach fasst 10.000 Zuschauer. Alle 6.500 Sitz- und 3.500 Stehplätze sind überdacht. Dank offener Ecken lässt sich die reine Fußballarena, für die noch ein Namenssponsor gesucht wird, auf zweitligataugliche 15.000 Plätze erweitern. Ohne das neue Stadion hätte Zwickau, frischgebackener Aufsteiger in die dritte Bundesliga, in seiner ersten Profi-Saison seit 1998 in eine andere Stadt ausweichen müssen.

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Leerstand, Asphalt, Tristesse: Der Stolle-Platz im „Notstandsgebiet“ Niederplanitz

Die Sparkasse Zwickau hat Mitte Februar eine neue Zweigstelle an der Inneren Zwickauer Straße 25/27 eröffnet. Was wie eine erfreuliche Randnotiz aussieht, bekommt bei genauer Betrachtung eine größere Tragweite. Gleichzeitig hat das Geldhaus nämlich seine Filiale am 350 Meter entfernten Wilhelm-Stolle-Platz geschlossen – der Dolchstoß für das Stadtteilzentrum von Niederplanitz, das nun vollends verwaist. Der demografische Wandel und Stadtplanung, die zu Lasten der Stadtteile geht, spiegeln sich im Erscheinungsbild dieses Platzes wider. Als „fürchterlich“ hat Oberbürgermeisterin Pia Findeiß dessen Zustand bei der jüngsten Einwohnerversammlung für den Stadtbezirk Süd bezeichnet.

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