Kommt Zeit, kommt Rad!

Rund 30 Zwickauer Bürger schwangen sich am 21. August 2017 auf ihr Fahrrad und starteten mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zur ersten Stadtfahrradtour. Die fast sieben Kilometer lange Premierenroute führte vom Hauptmarkt über die für Radfahrer freigegebene Hauptstraße in die Nordvorstadt und weiter nach Marienthal. Die Drahtesel-Karawane legte mehrere Zwischenstopps ein. Autofahrer und Passanten staunten angesichts des Pulks aus Pedalrittern. An den Etappenorten erläuterten OB Findeiß, Ulrich Skaruppe vom Tiefbauamt und Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung Ideen und konkrete Vorhaben, wie der Radverkehr in die Gänge kommen soll.

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Hygiene-Institut macht Platz für Westsächsische Hochschule

Am 24. April setzt der Freistaat Sachsen eines der wichtigsten Zwickauer Innenstadt-Vorhaben der kommenden Jahre in Gang. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) beginnt mit dem Abriss des Hauses Äußere Schneeberger Straße 5, vielen Zwickauern noch als „Hygiene-Institut“ bekannt. „Seinen 68. Geburtstag wird das Gebäude nicht mehr erleben“, teilte der SIB jetzt mit. Ab Anfang Mai werde es Stück für Stück abgetragen. Auf der freiwerdenden Fläche soll ein Hochschulneubau mit bemerkenswerter Fassade entstehen (ZWICKAUTOPIA berichtete).

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Landesgartenschau 2022: Für Zwickau soll`s rote Rosen regnen!

Die 9. Sächsische Landesgartenschau soll dem Zwickauer Schwanenteichpark zu neuer Blüte verhelfen. Der Stadtrat hat die Bewerbung für das Großereignis im Jahr 2022 einstimmig beschlossen. Die denkmalgeschützte Parkanlage wurde 1850 vom Gartenbauinspektor Carl Eduard Petzold gestaltet und befindet sich im Zentrum der viertgrößten Stadt Sachsens. Beliebte Anlaufpunkte in Zwickaus grünem Herzen sind die Gondelstation, die Freilichtbühne, der kleine Rosengarten, der Schwanenbrunnen und das VVN-Denkmal. Jeweils im September ist das Teichgelände Schauplatz für „Zwikkifaxx“, das größte Kinder- und Jugendfest der Region, welches bis zu 25.000 Besucher anzieht. Im Auswahlverfahren konkurriert die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt mit dem nahen Glauchau (Kreis Zwickau), Zwönitz (Erzgebirgskreis) und Torgau (Kreis Nordsachsen). Der Freistaat Sachsen will den Austragungsort noch 2016 benennen.

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Hochschule will Zwickaus City mehr junges Leben einhauchen

Knapp zehn Monate nach der Premiere haben die Tageszeitung „Freie Presse“ und die Stadtverwaltung Zwickau ein zweites „City-Forum“ organisiert. Rund 130 Gäste fanden sich am 8. September in der Aula der Westsächsischen Hochschule ein, um sich über die Visionen für eine lebenswerte Innenstadt und Außenwirkung Zwickaus zu informieren, Ideen auszutauschen und Denkanstöße zu geben. Redner des Abends waren Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, Stadtmarketing-Experte Karl-Heinz König, Zwickaus Hochschulkanzler Ralf Steiner und Jens Preißler, Center-Manager der Zwickau-Arcaden. ZWICKAUTOPIA fasst die wesentlichen Inhalte der Veranstaltung zusammen.

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Als Shopping noch „zum Schocken“ hieß

1907 gründeten Salman (1877-1959) und Simon Schocken (1874-1929) im Gebäude Hauptmarkt 26 („Goldener Anker“) die Firma „I. Schocken Söhne Zwickau“ (I.S.S.). Das I im Namen war eine Geste, mit der die Brüder ihren Vater Immanuel ehrten. Das jüdische Unternehmen galt vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit rund 6.000 Mitarbeitern als größte Warenhauskette Sachsens und eine der fünf größten in Deutschland. Schocken setzte im Handel neue Maßstäbe und schuf das, was man heute „Corporate Identity“ nennt: Die Marke – erkennbar am kantigen S – stand für Kundenservice, Qualitätskontrolle, erschwingliche und stabile Preise, gut ausgebildete Verkäufer, professionelle Werbung und strenge Zentralisierung.

Die Zwickauer Zentrale organisierte Einkauf, Verkauf, Reklame und Personalleitung. Ein eigenes Baubüro plante Neubauten. „Zum Schocken“ ging man in sächsischen Städten, Nürnberg, Stuttgart, Augsburg, Regensburg, Pforzheim, Bremerhaven, Cottbus, Zerbst und Waldenburg in Schlesien. Die Nazis boykottierten die Filialen und diffamierten sie als „Ramschbuden“. Die Schocken AG wurde arisiert und in Merkur AG umbenannt. 1953 verkaufte Salman Schocken den zurückerlangten Besitz an „Merkur, Horten & Co.“ mit Sitz in Nürnberg. In Sachsen wurden die Merkur-Filialen enteignet und dem Verband Sächsischer Konsumgenossenschaften angeschlossen. 2014 entschied das Berliner Verwaltungsgericht, dass die Bundesrepublik Deutschland die Erben mit etwa 50 Millionen Euro inklusive Zinsen entschädigen muss. Schon in den 1990er Jahren waren etwa 30 Millionen DM an Entschädigung bei der Privatisierung des Kaufhauses in Chemnitz gezahlt worden.

In der Bevölkerung von Nürnberg, Stuttgart, Chemnitz und Zwickau lebt der Name Schocken bis heute fort. ZWICKAUTOPIA hat sich vor Ort umgeschaut, was aus den Kaufhäusern geworden ist.

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Nur noch kurz die Welt retten und 148 Mails checken – nun auch mit City-WLAN!

Selfies mit Robert Schumann verschicken, Bilder vom zauberhaften Zwickau bei Facebook hochladen, WhatsApp-Nachrichten bei einer Tasse Milchkaffee schreiben oder wie Tim Bendzko nur noch kurz die Welt retten und 148 Mails checken: Dank kostenlosem WLAN ist das nun jederzeit auch auf dem Zwickauer Hauptmarkt möglich. Die Stadt hat dafür drei Signalsender installiert: am Robert-Schumann-Haus (CITYSPOT_Hauptmarkt-West), am Rathaus (CITYSPOT_Hauptmarkt) und am Gebäude Katharinenstraße 11 (CITYSPOT_Hauptmarkt-Ost).

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Quadratisch, praktisch, gescheitert: „Block 26“ verschwindet aus dem Stadtbild

Moderne Architektur, die Zwickau ein zeitgemäßes Gesicht verleiht und sich zugleich behutsam in die historischen Strukturen einfügt, gibt es in der Innenstadt zu wenig. Ein solch mutiger städtebaulicher Akzent war der farbenfrohe „Block 26“ an der Peter-Breuer-Straße/Ecke Schulgässchen. Derzeit lässt der Immobilienunternehmer Kurt Fliegerbauer sein außergewöhnliches Ensemble knalliger Container demontieren. Für die bauliche Vielfalt der City ist dieser Abriss ein herber Verlust. Zurück bleibt eine öde Brachfläche, die als Parkplatz genutzt werden soll.

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