Kommt Zeit, kommt Rad!

Rund 30 Zwickauer Bürger schwangen sich am 21. August 2017 auf ihr Fahrrad und starteten mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zur ersten Stadtfahrradtour. Die fast sieben Kilometer lange Premierenroute führte vom Hauptmarkt über die für Radfahrer freigegebene Hauptstraße in die Nordvorstadt und weiter nach Marienthal. Die Drahtesel-Karawane legte mehrere Zwischenstopps ein. Autofahrer und Passanten staunten angesichts des Pulks aus Pedalrittern. An den Etappenorten erläuterten OB Findeiß, Ulrich Skaruppe vom Tiefbauamt und Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung Ideen und konkrete Vorhaben, wie der Radverkehr in die Gänge kommen soll.

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Gurlitts Geist, Glücksfall Pechstein: Auf den Spuren der Zwickauer Expressionisten

New York? Berlin? ‪Zwickau‬! 3.000 Besucher sahen 2015 die Ausstellung „Perlmutt“ des international renommierten Künstlerehepaars Rosa Loy (gebürtige Zwickauerin) und Neo Rauch. „Warum ausgerechnet in Zwickau?“, fragte die FAZ. Rauch und Loy seien im Grunde „zu berühmt für Zwickau (…), die kleine Stadt in Sachsen, die gerade eine Haushaltssperre verhängen musste, weil der VW-Konzern zu den Hauptarbeitgebern zählt und die Zukunft wieder unsicher geworden ist.“ Reaktionen wie diese bewiesen, dass dem Verein Freunde Aktueller Kunst ein Coup gelungen war. Auch 2016 setzt Zwickau, das gewöhnlich als Automobil- und Robert-Schumann-Stadt wahrgenommen wird, ein Ausrufezeichen in der Kunstszene. Noch bis 3. Oktober zeigt das in den Kunstsammlungen Zwickau integrierte Max-Pechstein-Museum die Ausstellung „Der Traum vom Paradies. Max und Lotte Pechsteins Reise in die Südsee“. Auf Grundlage der Reisetagebücher will das Museum die beschwerliche, vom Kriegsausbruch überschattete Reise zu den Palau-Inseln im Jahr 1914 erstmals systematisch rekonstruieren.

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Die Mulde – ein Flussporträt: Mit dem Rad über 400 Kilometer durch Mitteldeutschland

Die Mulde gilt als schnellster Fluss Mitteleuropas. Quellflüsse sind die Zwickauer Mulde (167 km) und die Freiberger Mulde (124 km). Bei Sermuth im Landkreis Leipzig fließen sie zur Vereinigten Mulde (147 km) zusammen, die bei Dessau-Roßlau in die Elbe mündet. Der malerische Mulderadweg verbindet Landstriche und Sehenswürdigkeiten des Vogtlandes, Erzgebirges, der Tourismusregion Zwickau, des Sächsischen Burgen- und Heidelandes, der Dübener Heide, der Seenlandschaft bei Bitterfeld-Wolfen und der Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft. Die Strecke führt durch dutzende hübsche Altstädte, Ortskerne und einige imposante Brücken. ZWICKAUTOPIA hat die drei Zweige des Mulderadweges erkundet.

1. Etappe: Schöneck – Zwickau (ca. 85 km, August 2013, ein Tag, anspruchsvolle Strecke)
2. Etappe: Zwickau – Grimma (ca. 90 km, Oktober 2013, ein Tag, mittelschwere Strecke)
3. Etappe: Grimma – Dessau-Roßlau (ca. 120 km, März 2014, zwei Tage, überwiegend leichte Strecke)
4. Etappe: Freiberg – Grimma (ca. 100 km, März 2015, ein Tag, mittelschwere bis leichte Strecke)
5. Etappe: Moldava (Tschechien) – Freiberg (ca. 45 km, Juli 2015, ein Tag, überwiegend leichte Strecke)

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Die Planitz-Familie: Zwickaus größter Stadtteil und seine Namensvettern

Als Zwickau 1944 die Kleinstadt Planitz eingemeindet hat, war das eine Zweck-, keine Liebesheirat. Mit den über 20.000 Planitzern stieg Zwickau in den exklusiven Club der deutschen Großstädte auf. Das spezielle Planitzer Lokalkolorit ist nach über 72 Jahren Ehe nicht verblasst. Der Zwickauer Süden pflegt beharrlich seine Eigen- und Besonderheiten: Zu Weihnachten dreht sich auf dem Planitzer Markt eine eigene Pyramide, man gibt eine launige Monatszeitschrift heraus („Der Planitzer“) und betont allzu gern, dass man Planitzer und kein Zwickauer ist. So eigenwillig sich Planitz auch gibt – ganz und gar einzigartig ist es nicht. Zwickaus größter Stadtteil besitzt im In- und Ausland einige Namensvettern. ZWICKAUTOPIA stellt die Planitz-Familie und einen Lokalpatrioten, dessen Todestag sich zum fünften Mal jährt, vor.

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