Textilruine „Aktivist“ geht es an den Kragen

Nach dem umstrittenen Abriss des Gardinen- und Dekowerkes (Gardeko) an der Werdauer Straße (2011/12) verschwindet derzeit ein weiteres Stück Zwickauer Textilindustriegeschichte aus dem Stadtbild: Dem „Aktivist“ schlägt die letzte Stunde. Für rund 1,2 Millionen Euro lässt die Stadt nach Jahren schwieriger Grundstücksverhandlungen, komplexer Voruntersuchungen und Planungen die Ruine der ehemaligen Strickwarenfabrik im Stadtteil Oberplanitz komplett abreißen. Kontaminierte Bodenbereiche werden beseitigt bzw. saniert. Der einsturzgefährdete Schandfleck inmitten eines Wohngebietes stellte eine Gefahrenquelle für Kinder dar und war dem Vandalismus preisgegeben. 2016 fing der Dachstuhl Feuer. Das Abrissvorhaben wird zu 90 Prozent über das Programm Brachenrevitalisierung durch den Freistaat Sachsen gefördert. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 136.500 Euro.

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Hygiene-Institut macht Platz für Westsächsische Hochschule

Am 24. April setzt der Freistaat Sachsen eines der wichtigsten Zwickauer Innenstadt-Vorhaben der kommenden Jahre in Gang. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) beginnt mit dem Abriss des Hauses Äußere Schneeberger Straße 5, vielen Zwickauern noch als „Hygiene-Institut“ bekannt. „Seinen 68. Geburtstag wird das Gebäude nicht mehr erleben“, teilte der SIB jetzt mit. Ab Anfang Mai werde es Stück für Stück abgetragen. Auf der freiwerdenden Fläche soll ein Hochschulneubau mit bemerkenswerter Fassade entstehen (ZWICKAUTOPIA berichtete).

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Zebrastreifen ersetzen Zwickaus „Blaues Wunder“

Zwickau verliert ein weiteres Stück DDR-Architektur, denn die Tage der markanten Fußgängerbrücke „Blaues Wunder“ im Stadtteil Eckersbach sind gezählt. Seit Mitte der 1980er Jahre erhebt sich das inzwischen marode Bauwerk über die Sternenstraße im DDR-Neubaugebiet Zwickau-Eckersbach. Die Brücke befindet sich in Höhe des einstigen Stadtteilzentrums „Eckersbacher Markt“ und dient trotz fehlender Barrierefreiheit auch als Zugang zur Straßenbahnhaltestelle „Eckersbach-Mitte“. Vergleichbare Bauwerke sind bereits 2004 in Leipzig am Tröndlin-/Goerdelering und 2016 in Dresden an der Albertstraße abgerissen worden. Warum folgt Zwickau diesen Beispielen?

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Neue Pläne für Neuplanitz

Wegzug, Leerstand und Abriss prägten seit der Wiedervereinigung die Entwicklung von Neuplanitz, Zwickaus zweitgrößtem DDR-Neubaugebiet. Stadt und Wohnungsbaugesellschaften wirken diesen Tendenzen entgegen und investieren in die Aufwertung des von 1973 bis Anfang der 1980er Jahre für rund 20.000 Menschen errichteten Plattenbauviertels. Wohngebäude wurden energetisch und altersgerecht saniert. Das Wohnumfeld wurde durch die aufgelockerte Bebauung und mehr Grünflächen aufgewertet. Der Bau einer Umgehungsstraße und Straßenbahntrasse (jeweils 2005 eröffnet) sorgten für eine Verkehrsberuhigung. Die Gebäude- und Grundstücksgesellschaft GGZ, die in Neuplanitz ca. 1.800 Wohnungen besitzt, startete 2014 eine Werbekampagne für das Wohngebiet, das in Sachen Kindergärten, Schulen, Ärzteversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Nahverkehr gut erschlossen ist. Im Februar 2017 hat die Stadt Zwickau zwei neue Pläne für Neuplanitz angeschoben.

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Landesgartenschau 2022: Für Zwickau soll`s rote Rosen regnen!

Die 9. Sächsische Landesgartenschau soll dem Zwickauer Schwanenteichpark zu neuer Blüte verhelfen. Der Stadtrat hat die Bewerbung für das Großereignis im Jahr 2022 einstimmig beschlossen. Die denkmalgeschützte Parkanlage wurde 1850 vom Gartenbauinspektor Carl Eduard Petzold gestaltet und befindet sich im Zentrum der viertgrößten Stadt Sachsens. Beliebte Anlaufpunkte in Zwickaus grünem Herzen sind die Gondelstation, die Freilichtbühne, der kleine Rosengarten, der Schwanenbrunnen und das VVN-Denkmal. Jeweils im September ist das Teichgelände Schauplatz für „Zwikkifaxx“, das größte Kinder- und Jugendfest der Region, welches bis zu 25.000 Besucher anzieht. Im Auswahlverfahren konkurriert die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt mit dem nahen Glauchau (Kreis Zwickau), Zwönitz (Erzgebirgskreis) und Torgau (Kreis Nordsachsen). Der Freistaat Sachsen will den Austragungsort noch 2016 benennen.

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Neubautrasse oder Abstellgleis: Wohin steuert Zwickaus Bahnhofs-Tram?

Die Straßenbahn zum Zwickauer Hauptbahnhof steht 41 Jahre nach ihrer erstmaligen Stilllegung wieder vor dem Aus. Der noch vor der Wende mit großem Aufwand wieder aufgebaute, nur rund einen Kilometer lange Streckenast gilt als Sorgenkind der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ). Der Hauptbahnhof liegt an keiner der beiden Schienenmagistralen Eckersbach – Neuplanitz (Linie 3) und Pölbitz – Städtisches Klinikum (4). Die SVZ müssen daher mindestens eine Zusatzlinie betreiben, um den Bahnhof ins Netz einzubinden. Dies bedeutet: mehr Fahrzeuge, mehr Wartung, mehr Personal – unter dem Strich also höhere Kosten. Die Nebenlinien Klinikum – Hauptbahnhof (Linie 5) und Pölbitz – Hauptbahnhof (Linie 7) verkehren montags bis freitags lediglich bis etwa 17 Uhr. Danach und am Wochenende lassen die SVZ ausschließlich Busse am Hauptbahnhof der 90.000-Einwohner-Stadt halten.

Am 24. November wird der Zwickauer Stadtrat über einen „Grundsatzbeschluss zum Erhalt der Straßenbahnführung zum Bahnhof und Schaffung einer zweigleisigen Verbindung der Stadtbahn zwischen Bahnhof und Werdauer Straße gemäß ÖPNV-Konzept“ diskutieren. Dem Vernehmen nach stehen die Zeichen auf Rot: Dem weitsichtigen Konzept, welches die Verschmelzung der Bahnhofslinien mit der Hauptlinie 4 vorsieht, droht eine kurzsichtige Entscheidung – Stilllegung! Zwickau wäre die vermutlich erste deutsche Straßenbahnstadt, die ihren Hauptbahnhof vom Netz kappt.

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Hochschule will Zwickaus City mehr junges Leben einhauchen

Knapp zehn Monate nach der Premiere haben die Tageszeitung „Freie Presse“ und die Stadtverwaltung Zwickau ein zweites „City-Forum“ organisiert. Rund 130 Gäste fanden sich am 8. September in der Aula der Westsächsischen Hochschule ein, um sich über die Visionen für eine lebenswerte Innenstadt und Außenwirkung Zwickaus zu informieren, Ideen auszutauschen und Denkanstöße zu geben. Redner des Abends waren Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, Stadtmarketing-Experte Karl-Heinz König, Zwickaus Hochschulkanzler Ralf Steiner und Jens Preißler, Center-Manager der Zwickau-Arcaden. ZWICKAUTOPIA fasst die wesentlichen Inhalte der Veranstaltung zusammen.

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